Ein Außengehege Nager zu bauen ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihren kleinen Freunden mehr Platz und Freiheit zu bieten. Ein gut geplantes und gepflegtes Außengehege ermöglicht es Nagern, wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Zwergkaninchen, die Natur zu genießen, frische Luft zu atmen und sich artgerecht zu bewegen. Aber wie plant, baut und pflegt man ein solches Gehege richtig, damit es sicher und komfortabel für die Tiere ist? Dieser Artikel gibt Ihnen alle wichtigen Informationen und Tipps für das Jahr 2025 an die Hand.
Key Takeaways:
- Eine sorgfältige Planung ist entscheidend für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Nager im Außengehege.
- Der Bau des Geheges sollte stabil, wetterfest und vor Raubtieren geschützt sein.
- Regelmäßige Pflege und Reinigung sind wichtig, um Krankheiten vorzubeugen und eine hygienische Umgebung zu gewährleisten.
- Die artgerechte Einrichtung mit Rückzugsorten, Beschäftigungsmöglichkeiten und Futterstellen ist essenziell.
Planung Ihres perfekten Außengehege Nager
Die Planung ist das A und O für ein gelungenes Außengehege. Bevor Sie mit dem Bau beginnen, sollten Sie sich über verschiedene Aspekte Gedanken machen:
- Standort: Wählen Sie einen Standort, der vor direkter Sonneneinstrahlung, starkem Wind und Regen geschützt ist. Ein halbschattiger Platz ist ideal. Achten Sie auch darauf, dass der Untergrund eben und gut drainiert ist, um Staunässe zu vermeiden. Der Standort sollte gut zugänglich für Sie sein, um die tägliche Fütterung und Reinigung zu erleichtern.
- Größe: Die Größe des Geheges hängt von der Anzahl und Art der Nager ab. Als Faustregel gilt: Je größer, desto besser! Kaninchen und Meerschweinchen benötigen viel Platz zum Hoppeln und Erkunden. Informieren Sie sich über die Mindestmaße für Ihre spezifischen Nagerarten, die deutscher Tierschutzbund empfiehlt, und planen Sie lieber großzügiger.
- Sicherheit: Ein sicheres Gehege ist das Wichtigste. Es muss vor Ausbruch, aber auch vor Eindringlingen wie Katzen, Füchsen oder Greifvögeln geschützt sein. Ein engmaschiger Drahtzaun, der tief in den Boden eingelassen ist (mindestens 50 cm), verhindert das Untergraben. Ein Netz oder eine Abdeckung von oben schützt vor Raubvögeln.
- Materialien: Verwenden Sie ungiftige und wetterfeste Materialien für den Bau des Geheges. Holz sollte unbehandelt oder mit ungiftiger Lasur gestrichen sein. Achten Sie bei Draht darauf, dass er stabil und rostfrei ist. Vermeiden Sie scharfe Kanten oder Ecken, an denen sich die Tiere verletzen könnten.
Bau eines sicheren und komfortablen Außengehege Nager
Nach der Planung geht es an den Bau. Hier sind einige wichtige Punkte zu beachten:
- Fundament: Ein stabiles Fundament ist wichtig, um das Gehege vor dem Absacken zu schützen und das Untergraben zu verhindern. Sie können ein Betonfundament gießen oder den Zaun tief in den Boden eingraben und mit Steinen oder Platten befestigen.
- Zaun: Der Zaun sollte aus engmaschigem Draht bestehen, damit die Nager nicht hindurchschlüpfen können und keine Raubtiere eindringen können. Die Höhe des Zauns sollte ausreichend sein, um ein Überklettern zu verhindern.
- Schutzhütte: Eine Schutzhütte bietet den Nagern Schutz vor Sonne, Regen und Wind. Sie kann aus Holz, Kunststoff oder Stroh gebaut werden. Achten Sie darauf, dass sie ausreichend groß ist, um allen Tieren Platz zum Ausruhen zu bieten. Die Schutzhütte sollte leicht zu reinigen sein.
- Eingang: Planen Sie einen oder mehrere Eingänge ein, um das Gehege bequem betreten und reinigen zu können. Die Eingänge sollten sicher verschließbar sein, damit die Nager nicht entkommen können.
Artgerechte Einrichtung für Ihr Außengehege Nager
Ein Außengehege sollte nicht nur sicher, sondern auch artgerecht eingerichtet sein, damit sich die Nager wohlfühlen.
- Beschäftigung: Bieten Sie den Nagern verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten an, wie z.B. Tunnel, Röhren, Wurzeln, Äste, Steine und Sandbäder. Diese regen zum Spielen, Klettern und Graben an und sorgen für Abwechslung.
- Futter- und Wasserstellen: Stellen Sie ausreichend Futter- und Wasserstellen zur Verfügung. Verwenden Sie stabile Näpfe, die nicht umgeworfen werden können. Achten Sie darauf, dass das Wasser immer frisch und sauber ist. Bieten Sie Heu, frisches Gemüse und Obst an.
- Rückzugsorte: Bieten Sie den Nagern verschiedene Rückzugsorte an, wie z.B. Häuschen, Tunnel oder Unterstände. Hier können sie sich zurückziehen, wenn sie Ruhe brauchen.
- Bodengrund: Der Bodengrund sollte saugfähig, staubarm und leicht zu reinigen sein. Geeignet sind z.B. Stroh, Heu, Holzspäne oder Hanfstreu. Vermeiden Sie Zeitungspapier oder Katzenstreu, da diese giftig sein können.
Pflege und Reinigung des Außengehege Nager
Regelmäßige Pflege und Reinigung sind wichtig, um Krankheiten vorzubeugen und eine hygienische Umgebung für die Nager zu gewährleisten.
- Tägliche Reinigung: Entfernen Sie täglich Kot und Urin aus dem Gehege. Reinigen Sie die Futter- und Wasserstellen und füllen Sie sie regelmäßig nach.
- Wöchentliche Reinigung: Wechseln Sie den Bodengrund in den Ecken, die stark verschmutzt sind. Reinigen Sie die Schutzhütte und die Einrichtungsgegenstände.
- Gründliche Reinigung: Einmal im Monat sollten Sie das gesamte Gehege gründlich reinigen. Entfernen Sie den kompletten Bodengrund und reinigen Sie den Boden und die Wände mit einem milden Reinigungsmittel. Desinfizieren Sie das Gehege bei Bedarf.
- Gesundheitskontrolle: Kontrollieren Sie die Nager regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten oder Verletzungen. Achten Sie auf Veränderungen im Verhalten, im Fressverhalten oder im Aussehen. Suchen Sie bei Bedarf einen Tierarzt auf.
Durch die sorgfältige Planung, den Bau und die regelmäßige Pflege können Sie Ihren Nagern ein artgerechtes und sicheres Zuhause im Freien schaffen.
